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Prüfung der Dacheindichtung auf Dichtigkeit


1. Beschreibung

Die Aufgabe bestand in der Untersuchung der Dacheindichtung. Bei bestimmten Wetterlagen konnte eine Durchfeuchtung festgestellt werden.
Die Gründe dieser Feuchtigkeit sollten bei einem 8Stündigen vor Ort Termin gesucht und gefunden werden.

2. Dachaufbau

Nutzschicht:     Dachbegrünung / Terrassen mit Steinplatten
Schutzlage:      Kunststoffvlies
Dachabdichtung:     Dachdichtungsbahn Alkorplan
Wärmedämmung:   Polystyrol
Dampfsperre:   PE-Folie
Tragschale:   Stahlbetondecke

3. Geräte

Leckortungsgerät HG 4 der Fa. Geesen, Messgeräte GmbH

4. Messungen und Ergebnisse


5. Sanierung

Alle angezeigten Stellen wurden fachgerecht überarbeitet.

6. Wertung der Messergebnisse

Unteres Dach
Bei der durchgeführten Messung habe ich festgestellt, dass bei vorangegangenen Sanierungsversuchen auf der unteren Dachfläche nicht gemä den anerkannten Regeln der Technik gearbeitet wurde. Die bei den vorangegangenen Sanierungsversuchen festgestellten Undichtigkeiten in der Dachfläche wurden zum überwiegenden Teil mit Bitumen überarbeitet. Die Kunststoffdachdichtungsbahn Alkor-Plan ist jedoch nicht bitumenverträglich. Die Überarbeitung mit bitumenhaltigen Mitteln führt zu einem Weichmacheraustausch zwischen der vorhandenen Kunststoffdachdichtungsbahn und den Bitumenmassen. In der Folge verhärtet in der Regel die Kunststoffdachbahn und wird spröde. Deshalb ist eine groflächige Sanierung der mit Bitumen belasteten Bereiche dringend erforderlich.
Insbesondere die Variante Betonwerksteinplatte in Bitumenspachtelmasse verlegt, vor den Wandanschluss auf der rechten Terrasse, widerspricht allen Fachregeln für die Abdichtung von Flachdächern.
Zum Abschluss der Messung waren am Messgerät noch Ausschläge vorhanden. Diese Ausschläge bezogen sich auf den Bereich unter dem aufgestellten Schwimmbecken. Auf die Entleerung des Schwimmbeckens wurde jedoch verzichtet.
Mit dem Auftraggeber wurde die Situation auf dem Dach besprochen, und er erklärte, dass die Dachdeckerfirma, welche den vorangegangenen Sanierungsversuch ausgeführt hat, an weiteren Stellen mit Bitumen gearbeitet hat. Deshalb halte ich es für sinnvoll die gesamte Dachfläche zu kontrollieren und die vorhandenen Bereiche, welche mit Bitumen belastet sind, fachgerecht zu überarbeiten.
Ausgehend von der vorgefundenen Situation sollte geprüft werden, ob eine Totalsanierung der Dachabdichtung auf dem unteren Dach vorgenommen werden sollte.
Durch eine komplette Neuabdichtung würde die Dichtigkeit der Fläche mit entsprechender Gewährleistung der ausführenden Firma erreicht. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wäre durch die komplette Erneuerung der Dachdichtungsbahn wesendlich günstiger als bei einer Sanierung in Teilbereichen.

Oberes Dach
Auf dem oberen Dach ist eine Vielzahl von Befestigungspunkten in Form von Flacheisen vorhanden. Diese Befestigungspunkte sind mit Dichtungsbahnenstreifen ca. 30 cm hoch eingefasst. Der obere Rand ist offen. In diesem Punkt dringt bei Niederschlägen Wasser in das Dachpaket ein.
Beim ersten Messversuch wird eine Naht an der Einfassung eines Befestigungspunktes angezeigt.
Die Situation am oberen Rand der Einfassung ist auf den oberen Bildern dargestellt. Ich empfehle, die Befestigungspunkte komplett mit Dichtungsbahnen einzufassen, damit Niederschlagswasser nicht hinter die Einfassung der Befestigungspunkte laufen kann.
Nach Abschluss der Einfassungsarbeiten sollte beim Auftreten von Undichtigkeiten an der Decke unter dem oberen Dach nochmals eine Messung durchgeführt werden.

Ich empfehle, in einem Ortstermin die vorgesehenen Sanierungsmassnahmen zu erörtern und den Umfang der Sanierung gemeinsam festzulegen.


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